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Behandlungsbeispiel Fersensporn

Fersenschmerzen – die wahren Ursachen erkennen und gezielt behandeln

Ob Fersensporn oder Plantarfasziitis – Schmerzen an der Ferse oder Fußsohle werden häufig dort behandelt, wo sie auftreten. Doch Dehnübungen, Faszienrollen, Injektionen oder Stoßwellen bringen oft nur kurzfristige Linderung. Das zeigt auch meine Erfahrung aus über 20 Jahren Praxis.

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Doch woran liegt es wirklich?

Die eigentliche Ursache liegt meist nicht in der Ferse, sondern in einer muskulären Schwäche der Unterschenkel. Wenn bestimmte Muskeln nicht mehr richtig arbeiten, verliert der Fuß an Stabilität. Die Knochen im Mittelfuß weichen auseinander – die Plantarfaszie, die eigentlich Halt geben soll, wird überfordert. Sie versucht, den Fuß zusammenzuhalten, bekommt aber zu wenig Unterstützung von der Muskulatur. Die Folge: Dauerbelastung, Reizungen und Schmerzen – manchmal sogar mit einem sichtbaren Knochensporn im Röntgenbild. Zusätzlich bilden sich in überlasteten Muskeln sogenannte Triggerpunkte, die den Schmerz in andere Bereiche ausstrahlen.

 

45 Minuten Anamnese, Untersuchung und direkte Therapie:

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Anamnese und Diagnostik in der klassischen Akupunktur

Die Anamnese und Untersuchung im Rahmen der klassischen Akupunktur für den Bewegungsapparat zielt darauf ab, individuell gestörte Muskel-Sehnen-Kanäle (sogenannte Sinew Channels) zu identifizieren. Diese gelten als Ursache für Muskelschwächen sowie für schmerzhafte Triggerpunkte in Muskulatur, Faszien und Bindegewebe.

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Die insgesamt zwölf Muskel-Sehnen-Kanäle besitzen klar definierte anatomische Verläufe an Beinen, Rumpf, Armen und am Kopf. Störungen der Energieleitung innerhalb dieser Kanäle können unter anderem durch folgende Faktoren ausgelöst werden:

  • emotionale Belastungen wie Trennungen, Todesfälle, Zurückweisungen oder Enttäuschungen

  • Unfälle, Operationen oder Narben

  • Kälteeinwirkung oder Infekte

  • akute oder chronische Stressbelastungen im privaten oder beruflichen Umfeld

 

Diese Einflüsse können die Energiezirkulation beeinträchtigen und sich in Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Kraftverlust äußern.

 

Die Behandlung – zügig Schritt für Schritt zu schmerzfreier Bewegung 

In meiner Praxis verfolge ich ein mehrstufiges, systematisches Behandlungskonzept, das nicht nur Symptome lindert, sondern die zugrunde liegenden Ursachen gezielt anspricht:

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  1. Ausführliche Anamnese
    Zunächst schildern Sie ausführlich Ihre Beschwerden, ergänzt durch eine allgemeine Anamnese.

  2. Ursachenforschung
    Anschließend wird gezielt nach der eigentlichen Ursache der Beschwerden gesucht. Häufig liegen auslösende emotionale Ereignisse oder Stresssituationen zeitlich wenige Wochen oder Monate vor dem Symptombeginn.

  3. Bewegungsanalyse
    Durch gezielte Fragen zu schmerzhaften oder eingeschränkten Bewegungen (z. B. Streckung, Abspreizung, Heranziehen, Rotation mit gestreckter oder gebeugter Extremität oder Dauerschmerz) wird die gestörte Sinew-Leitbahn identifiziert. In etwa 80 % der Fälle entspricht deren Verlauf nicht dem subjektiv wahrgenommenen Schmerzort.

  4. Muskeltestung nach Kendall
    Eine standardisierte Muskeltestung nach Kendall wird in Kombination mit spezifischen Akupunkturpunkten der Muskel-Sehnen-Kanäle durchgeführt, um die identifizierte Leitbahn eindeutig nochmal über eine andere Methode zu sichern.

  5. Chinesische Pulsdiagnostik
    Eine dynamische Pulsdiagnostik an beiden Handgelenken liefert zusätzliche wichtige Hinweise, beispielsweise auf Zwerchfell- oder funktionelle Organstörungen.

  6. Akupunktur und Wärmetherapie
    Es folgt die Akupunkturbehandlung, ergänzt durch Wärmetherapie und gezielt ausgewählte Punkte zur Korrektur der betroffenen Muskel-Sehnen-Kanäle.

  7. Direkte Erfolgskontrolle
    Die zuvor abgeschwächten Muskeln werden erneut getestet. Die wiedergewonnene Kraft und Stabilität werden Ihnen unmittelbar demonstriert.

  8. Überprüfung der Beweglichkeit und Schmerzreduktion
    Anschließend führen Sie die zuvor schmerzhaften oder eingeschränkten Bewegungen erneut aus, um die erreichten Verbesserungen zu spüren.

  9. Ergänzende manuelle oder osteopathische Techniken
    Bei Bedarf erfolgen individuell angepasste manuelle oder osteopathische Korrekturen des Bewegungsapparates.

  10. Individuelle Hausaufgaben
    Abschließend erhalten Sie individuelle Empfehlungen für zu Hause, z. B. Wärmeanwendungen, Massage bestimmter Akupunkturpunkte und der korrigierten Muskel-Sehnen-Kanäle. Zusätzlich bekommen Sie Tipps im Bereich Ernährung und Sport.

 

Was erwartet Sie in der ersten Sitzung?

Diese Behandlungsschritte werden bereits in der ersten 45-minütigen Sitzung umgesetzt. Im Anschluss besprechen wir das weitere Vorgehen und planen mögliche Folgetermine – individuell, strukturiert und nachvollziehbar.

 

Geht es auch ohne Nadeln?

Alternativ zur Akupunktur können auch andere Verfahren wie Osteopathie, manuelle Therapie und Akupressur ohne Nadeln zur Anwendung kommen.

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Auch die anderen häufigen Beschwerdebilder werden nach demselben Prinzip behandelt.

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